italiano
HOME
 

WIE WIRD EIN GEFAHRENZONENPLAN ERSTELLT?

Du fragst dich jetzt sicher, wie man so einen Plan macht, oder? Habe ich mich auch gefragt und bin dann viel umhergeflogen, um das heraus zu bekommen. Es ist nämlich ganz schön mühsam!

VermessungsarbeitenZuerst muss das gesamte Gelände vermessen werden.

So etwas können nur Spezialisten mit ihren sehr komplizierten Geräten. Da können sie dann genau sagen, wie hoch ein Hügel ist oder wie breit ein Flussbett. Diese Daten, so nennt man die Zahlen, die dort gemessen werden, werden schon mal in den Plan eingezeichnet.

Experten können daraus schon eine Menge lesen. Denn wenn sie sehen, dass ein Flussbett ganz steil aber sehr eng ist und dann durch ein Dorf führt, dann wissen sie schon, dass bei sehr starkem Regen Hochwasser auftreten kann.
VermessungsarbeitenAber für einen GZP braucht man noch mehr Informationen.

Die Experten gehen dann noch in Archive. Das sind Orte, an denen alte Urkunden, Protokolle, Erfahrungsberichte aufgehoben werden. Da stöbern sie nach Erzählungen von Naturereignissen von früher. Zum Glück gibt es solche Archive, denn sonst wüsste man ja nicht, ob es vor 200 Jahren vielleicht mal ein Hochwasser gegeben hat.

Natürlich sprechen sie auch mit den Menschen in den Orten. Die können ja auch viel erzählen oder kennen noch alte Geschichten.
Plan bearbeiten Im GZP wird dann auch eingezeichnet, wo es schon einmal Hochwasser oder Lawinen gegeben hat. Steinschlag gehört natürlich auch dazu genauso wie Hangrutschungen.

Die Experten sehen sich den Ort natürlich auch genau an. Sie schauen genau, wo Gebäude stehen, wie breit ist ein Flussbett, das durch den Ort führt, oder ob Häuser an Hängen von Lawinen oder Steinschlag bedroht sind.

Wenn sie alle Informationen gesammelt haben, dann erstellen die Experten den endgültigen Gefahrenzonenplan für den Ort. Darauf kann man genau sehen, wo Gebäude stehen oder Straßen verlaufen. Gebiete, die dann rot gefärbt sind, sind sehr gefährdet. Hier darf kein neues Haus gebaut werden. Die Häuser, die schon in einer roten Zone stehen, müssen besonders geschützt werden.

Es gibt auf dem Plan auch gelbe Zonen. Die sind weniger gefährlich. Hier darf auch gebaut werden, allerdings müssen bestimmte Sicherheitsregeln eingehalten werden.

Gefahrenzonenplan
Du siehst, es ist ganz schön mühsam, so einen Plan anzufertigen. Aber es lohnt sich auch, denn wenn sich alle daran halten, in den roten Zonen gar nicht zu bauen und in den gelben Zonen nur unter bestimmten Sicherheitsbedingungen, dann kann bei einem Naturereignis auch viel weniger passieren!
Nein - teuer wären nur die Schäden, die hier entstehen können...
Ja - und bereits bestehende Gebäude müssen besonders geschützt werden!
Nein - mit der Temperatur hat das nichts zu tun...


Lebensministerium.at, 2018 • Impressumversioni italiane