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DIE SCHNEEFLOCKE

Eine Schneeflocke entsteht

Wenn die Temperatur in den Wolken weit unter null Grad Celsius fällt, dann bilden sich aus Wassertröpfchen kleine Eiskristalle. Diese lagern sich an winzige Staub- oder Rußteilchen, welche in der Luft vorhanden sind, an.

Der Durchmesser der Schneekristalle ist zu Beginn so klitzeklein, dass du sie nur mit einer Lupe erkennen kannst! Allmählich beginnen diese himmlischen Kristalle zu sinken. Auf der Reise durch die Wolke friert immer mehr Wasserdampf am Eiskristall fest und es bildet sich mit der Zeit eine Schneeflocke. Auf dem Weg zum Boden wächst sie weiter oder verändert ihr aussehen.

Jede Schneeflocke ist einzigartig

Wenn du Schneeflocken unter dem Mikroskop betrachtest, wirst du feststellen dass, jede anders aussieht. Sie bestehen aus Eiskristallen welche die Form von Nadeln,

Plättchen, Prismen oder Sternen haben können. Allen gemeinsam ist jedoch eine sechseckige Grundform.

Wie sie endgültig aussehen, hängt von der Temperatur bei der Entstehung in der Wolke und auf dem Weg zum Boden ab. Je kälter die Luft ist, umso kleiner werden die Schneeflocken. Liegen die Temperaturen nur wenige Grade unter null, dann fallen sternförmige Schneeflocken. Sie sind leichter und weniger dicht und schweben daher langsamer zur Erde.

 

Wie schnell fällt eine Schneeflocke?

Schnee fällte aus Wolken die sich in Höhen von 1 bis 10 Kilometern befinden. Die Meteorologen bezeichnen diese Wolken als Nimbostratus, das sind Regenwolken aus denen aber bei tiefen Temperaturen auch Schnee fällt.

Pro Sekunde schafft eine Schneeflocke auf dem Weg zur Erde ungefähr einen halben bis zwei Meter. So kann es über eine Stunde dauern, bis sie den Weg von der Wolke  zur Erde geschafft hat.

 

Wenn die großen Schneeflocken eine Schneedecke bilden, dann ist das meist ein feuchter Schnee, mit dem du gut Schneebälle formen kannst. Aber auch zum Schneemann bauen ist dieser Schnee besonders gut geeignet.

Sind es aber sehr kleine Schneeflocken die vom Himmel gefallen sind, kannst du annehmen, dass es sehr kalt war. Der Schnee aus kleinen Schneeflocken ist meist trockener Pulverschnee.

 

Kann es zu kalt für

Schneefall sein?

Wenn es Temperaturen wie am Nordpol bei den Eisbären hat, wird es sogar dem Schnee zu kalt. Unter Minus 30 Grad Celsius fällt kein Schnee mehr. Die kalte Luft kann fast keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Bei solch tiefen Temperaturen ist die Luft zu trocken, um Schneekristalle entstehen zu lassen.

 

Warum ist Schnee weiß und nicht durchsichtig?

Schnee besteht doch aus Wasser und Wasser ist durchsichtig. Warum also ist der Schnee weiß?

Schneeflocken sind - genau wie Wassertropfen – eigentlich farblos. Zwischen den verzweigten Schneekristallen wird sehr viel Luft eingeschlossen. Die Schneekristalle wachsen zu einer Schneeflocke mit vielen Ecken, Spitzen, Flächen und Bläschen. Diese wirken wie unzählige kleine Spiegel und reflektieren beinahe das gesamte Licht. Da das Sonnenlicht weiß ist, erscheint der frische Schnee ebenfalls weiß.

Mit der Zeit lagert sich allerdings Staub und Dreck auf der weißen Schneedecke ab. Deshalb wird Schnee mit dem Alter immer grauer.

 

Warum glitzert Schnee?

Bei frisch gefallenem Schnee liegen die Schneekristalle noch ganz locker übereinander. Die unzähligen Spitzen und Zacken einer Schneeflocke reflektieren das Licht wie kleinen Spiegel. Wenn du dich an einem sonnigen Tag durch eine verschneite Landschaft bewegst, siehst du

die unterschiedlichen Spiegel aufblitzen. Diese Wirkung aller Spiegel zusammen lässt den Schnee glitzern.

 



 

SCHNEEARTEN

Auf den ersten Blick sieht Schnee eigentlich immer gleich aus. Es gibt aber ganz unterschiedliche Schneearten!

Die Schneearten werden auf zwei unterschiedliche Weisen bestimmt.
  1. Alter des Schnees
  2. Beschaffenheit des Schnees

 

Wenn man sich den Schnee anschaut, wie lange er schon liegt,

dann gibt es vier Arten:

Neuschnee ist frisch gefallener Schnee.

Die Eiskristalle sind noch fein verzweigt mit spitzen Zacken.

Altschnee liegt seit mindestens drei Tagen. Die Kristalle sind weniger stark verästelt und abgerundeter.

Harsch ist Altschnee, der an der Oberfläche schon einmal geschmolzen und dann wieder gefroren ist. Dadurch ist die Oberfläche des Schnees zu einer festen gefrorenen Schicht geworden.

Firn ist mindestens ein Jahr alt.

Die feinen Eiskristalle sind durch wiederholtes Auftauen und Gefrieren zu größeren Eisbrocken verschmolzen. Aus Firnschnee können sich mit der Zeit Gletscher entwickeln.

Wenn man sich die Beschaffenheit des Schnees anschaut, dann gibt es ebenfalls vier Arten:

Pulverschnee ist trockener Schnee, der nicht zusammenklebt, auch wenn man ihn ganz stark zusammendrückt.

Feuchtschnee klebt zusammen, wenn man ihn drückt. Man kann tolle Schneebälle daraus machen. Aber Waser kann man nicht aus ihm herauspressen.

Beim Nassschnee geht das aber! Der ist schon so feucht, dass Wasser herauskommt, wenn man ihn drückt.

Faulschnee ist ein Gemisch aus größeren Schneebrocken und Wasser, die nicht mehr gut zusammenhalten.

Warum kannst du keinen Schnee machen?

Wenn du einen Becher Wasser in die die Tiefkühltruhe stellst entsteht Eis. Wo immer schon viele Wassermoleküle zusammen sind, bildet sich niemals Schnee, sondern immer nur Eis. Flüssiges Wasser erstarrt einfach. Schnee kann sich nur aus winzigen frei herumschwebenden Wasserteilchen bilden. Richtige Wassertröpfchen sind schon zu groß. Deshalb entsteht bei tiefen Temperaturen in schweren, dichten Regenwolken Hagel. Nur in leichten, lockeren Wolken mit eher wenig Wasser kann sich Schnee bilden.

Wie entsteht Kunstschnee?

Damit es auf den Schipisten immer genug Schnee gibt, werden diese Um Kunstschnee herzustellen, braucht man "Schneekanonen", die an den Skipisten aufgestellt sind. Schneekanonen pressen Wasser aus mehreren hundert Düsen in die Luft über der Piste. Ein großes Gebläse verwirbelt dabei dieses Wasser in winzige Tröpfchen. Die gefrieren, wenn die Luft kalt genug ist, sofort zu Schnee, der auf der Piste niedergeht. Für einen Kubikmeter Schnee braucht man etwa 300 Liter Wasser. Die verarbeitet eine Schneekanone in wenigen Minuten. Kunstschnee fühlt sich an wie alter Firnschnee, ist viel grober und körniger als normaler Schnee. Unter dem Vergrößerungsglas sieht man, dass die Kristalle keine typische sechseckige Sternform wie echter Schnee haben.

Eine Kunstschneedecke ist viel härte und schmilzt auch viel später als natürlicher Schnee. Dadurch haben die Pflanzen, die unter der künstlichen Schneedecke eingesperrt sind, weniger Zeit, um sich zu erholen und zu wachsen. Deshalb sind viele Skihänge im Sommer nicht grün, sondern braun.

 




Wie schwer ist Schnee?

Schnee scheint luftig und leicht zu sein - federleicht schweben Schneeflocken zur Erde.

 

Schnee kann aber so schwer sein, dass er Bäume zerbrechen kann und Dächer eindrücken.

Das Gewicht von Schnee ändert sich mit Alter und Beschaffenheit ganz erheblich.

 

Schon frisch gefallener Neuschnee ist unterschiedlich schwer.

Trockener Neuschnee (Pulverschnee) hat gerade einmal

ein Gewicht von 30 bis 50 Kilogramm pro Kubikmeter.                              

Feuchter Neuschnee kann allerdings bis zu 200 Kilogramm pro Kubikmeter schwer sein.

 

Altschnee verdichtet sich am Boden und erreicht je nach Alter und Witterungsbedingungen ein Gewicht von bis zu

500 Kilogramm pro Kubikmeter.

 

Firn, so wird der Schnee genannt der schon über ein Jahr alt ist, bringt bis zu 800 Kilogramm pro Kubikmeter auf die Waage. Firn ist die Vorstufe von Gletschereis.

 

Eis (gefrorenes Wasser) wiegt etwas über 900 Kilogramm pro Kubikmeter. Es ist somit leichter als Wasser und schwimmt deshalb.

 

Wasser wiegt etwa 1000 Kilogramm pro Kubikmeter.

MINI-Quiz:
Jede Schneeflocke ist einmalig, aber jede ist ... ?

A) fünfeckig    B) sechseckig     C) siebeneckig
Nicht ganz - lies nochmal nach...
Ja, genau! Verblüffend, oder?
Nein, das stimmt leider nicht. Überleg nochmal...


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