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LAWINENSCHUTZ

Seit Jahrhunderten sind Menschen und auch die Tiere in unseren Bergen der Gefahr durch Lawinen ausgesetzt. Jedes Jahr reißen sie in den Alpen 80 bis 100 Menschen in den Tod. Deshalb wurde 1884 in Österreich der Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung gegründet, der für den ständigen Lawinenschutz zuständig ist.

Im Lawinenschutz unterscheidet man zwischen ständigem und zeitweisem Lawinenschutz.

Unter ständigem Lawinenschutz versteht man dauerhaft wirksame Maßnahmen, sowie die Information der interessierten Bevölkerung über Schnee- und Lawinenkunde.

Dauerhafter Lawinenschutz:

LawinenzaunMit Bauten aus Stahl, Beton und Holz versucht man zu verhindern, dass größere Schneefelder am Berg ins Rutschen kommen. Diese Bauten stützen die Schneedecke ab und verhindern so einen Lawinenabgang ins Tal.

Die Stützverbauungen unterteilen dabei den Hang in kleine Flächen, so dass nicht die gesamte Schneemasse in Bewegung kommen kann. Kleinere Rutsche werden aufgehalten oder gebremst.
AblenkdammEs gibt aber auch Ablenkdämme. Sie leiten Lawinen in bestimmte Richtungen, so dass sie nicht mehr gefährlich werden können.
LawinengalerieFrüher wurden durch Schnee Straßen blockiert, ganze Täler waren während der Wintermonate von der Außenwelt abgeschnitten. Die Zufahrtsstraßen müssen mit Galerien geschützt werden. Dabei werden die abgehenden Lawinen über die Galerien geleitet.

Zeitweiser Lawinenschutz:

Der zeitweise Lawinenschutz hat andere Aufgaben. Hier geht es darum, immer dann zu helfen, wenn gerade Gefahr durch Lawinen besteht.

Evakuierungen werden zum Beispiel nötig, wenn die BewohnerInnen eines Hauses oder Gebietes wegen einer drohenden Gefahr von ihren Häusern weggebracht und an einem anderen Ort in Sicherheit gebracht werden.

Auch künstliche Lawinenauslösung gehört dazu. Durch die Sprengung der Schneedecke kann die Zeit der Lawinenabgänge genau bestimmt werden und die Gefahr so gebannt werden.
Auch Sperrungen müssen manchmal durchgeführt werden, wenn zum Beispiel Straßen akut von Lawinen bedroht sind. Das gilt aber auch für Skipisten, Loipen, Spazierwege oder Rodelwege.

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