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Steinschlag - VerkehrszeichenWIE KOMMT ES ZU STEINSCHLAG?

Gesteine haben meist ein hohes Alter, das mehrere hundert Millionen Jahre betragen kann. In dieser langen Zeitspanne haben die meisten Gesteine viel mitgemacht. Sie wurden zusammengedrückt, verschoben, aufgefaltet und verbogen, oder von anderen Gesteinen überlagert. Durch diese Beanspruchungen weisen fast alle Gesteine Schwachstellen oder auch Bruchflächen auf. Diese werden Trennflächen genannt. An all diesen Trennflächen können sich nun einzelne Stücke des Gesteins lösen und wenn dies an einer Bergflanke oder Felswand geschieht, stürzen diese Blöcke zu Tal. Das macht einen unglaublichen Lärm und es ist sehr gefährlich, wenn man sich direkt in der Nähe befindet.

WANN PASSIERT STEINSCHLAG BESONDERS HÄUFIG?

Das ist eine sehr gute Frage, denn es ist ganz schwierig vorher zu sagen, wann ein Steinschlag oder Felssturz stattfindet. In seltenen Fällen kann man durch Messungen von Bewegungen an Rissen und Spalten eine Blockablösung frühzeitig erkennen, solche Messsysteme sind jedoch teuer und oft schwierig zu installieren und stellen daher eine seltene Ausnahme dar.

Das Gestein im Gebirge weist viele Risse und Spalten auf. Darin sammelt sich Wasser vom Regen oder von der Schneeschmelze. Im Winter gefriert es dann. Und Wasser, das gefriert weitet sich aus. Vielleicht hast du schon einmal eine Wasserflasche im Tiefkühlfach vergessen? Da kannst du es nämlich gut sehen. Das Wasser benötigt im gefrorenen Zustand mehr Raum und kann so leicht die Flasche zum Platzen bringen!

Genauso ist es auch mit den Felsen. Das Wasser, das in den Spalten gefriert dehnt sich aus und weitet so die Spalten auf. Das passiert über viele Jahre immer wieder und irgendwann platzt ein Stück vom Gestein einfach ab und fällt herab. Deshalb kann man im Frühjahr besonders oft Steinschläge beobachten. Aber es kann auch zu jeder anderen Jahreszeit passieren.
Manchmal wachsen auch Bäume und Sträucher auf Gesteinen, die dann meist mit einer dünnen Bodenschicht bedeckt sind. Die Wurzeln der Bäume wachsen besonders gerne in die Risse im Gestein, weil es dort feucht und kühl ist und hier Nährstoffe aufgenommen werden können. In diesen Rissen wachsen die Wurzeln auch weiter und drücken so die Risse noch weiter auf, was dann wieder zur Auslösung von Steinschlag führen kann.



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